Singen macht Freude!


Die Zeit......und der MGV Liederkranz Ottmarsheim

 

 

Leser der Geschichte des Liederkranzes mögen uns zugestehen, die ersten 125 Jahre Vereinsgeschehen nur ganz kurz Revue passieren zu lassen. Wer dennoch an genaueren Details interessiert ist, kann gerne die Jubiläumsschrift aus dem Jahre 1981 anfordern. Die Autoren dieser Schrift möchten die Nerven und Zeit der geneigten Leser nicht zu sehr strapazieren.

Über die letzten 25 Jahre  der 150 jährigen Vereinsgeschichte  jedoch  erhalten Sie im 2. Teil ausführlichere Informationen.

 

1856 Es war einmal...., so beginnen Märchen, Geschichten, vielleicht auch Vereinsgeschichten oder gar die Geschichte eines Vereins, auch die des Liederkranz Ottmarsheim.

Die erste Singstunde findet im Gasthaus Mezger statt. Die Gemeinde stiftet die Vereinsfahne. Lehrer , Violine und Harmonium  geben  den Ton an.

Erster Vorstand und Dirigent ist Schullehrer Kammerer.

 

1900 Häufiger Dirigentenwechsel und nicht allzu lang regierende Vorstände scheinen dem Verein nicht gut zu bekommen, doch Christian Kurz bekommt die Herren Sänger und einen diktatorischen Schultheißen wieder in den Griff. 

 

1905 Noch ein Jahr und der Verein wird fünfzig. Jetzt wird es auch notwendig, die Mitgliedsbeiträge zu erfassen und Kassenbuch zu führen.


1906 Der Liederkranz hat die ersten 50 Jahre überstanden und leistet sich eine neue Vereinsfahne. Die Dorfbewohner waren mit dem Festablauf so sehr beschäftigt, daß sie nicht daran dachten, das Geschehen in Worten festzuhalten. Große Geschäfte hatte man aber nicht gemacht, denn am Jahresende blieben einschließlich 44 Mark Mitgliedsbeiträge ganze 39 Mark und 95 Pfennig übrig.

 

1906 - 1914 Dem Jubiläum folgen ruhige Vereinsjahre. Die Zahl der Aktiven  beträgt zwischen 22 und 26 Sängern, der Mitgliedsbeitrag bleibt konstant bei 20 Pfennig.

 

1914 Vier Jahre voller Leid, Sorge und Elend brechen auf unser Volk herein. Gottlob Kurz, der Vorstand, und 4 weitere Sänger sehen die Heimat nicht wieder.

 

1919 Am 1. Januar hält der Verein die erste Generalversammlung  seit Kriegsbeginn wieder ab.

 

1923 Die Gemeinde unterstützt den Verein mit 40 Milliarden Mark, nach Einführung der Rentenmark sind dies noch 4 (vier) Pfennig.

 

1925 Die Geldbombe (Inflation) ist geplatzt, es wird wieder mit Pfennigen gerechnet. Der Verein tritt dem Gau des Sängerbundes Mittlerer Neckar bei.

Man genehmigt sich ein neues Tafel-Klavier.

 

1931 Das 75 jährige Jubiläum wird feierlich begangen. Die Ottmarsheimer scheuen keine Mühe, und so wird das Fest zu einem echten Erfolg.

 

1933 In den nächsten Jahren nimmt das Vereinsleben seinen Gang. Man besucht die Singstunden und singt bei besonderen Ereignissen.

 

1938 Der Verein besteht aus 31 aktiven Sängern. Bis 1943 wird auf Sparflamme gesungen und der Singstundenbetrieb eingestellt.


1945 15 Sänger sind als Kriegsopfer zu beklagen. Am 5. Dezember ist es so weit, die erste Versammlung findet wieder statt.

 

1950 das ganze Dorf freut sich über die Heimkehr des letzten Soldaten aus russischer Gefangenschaft, Paul Luithle.

 

1953 Gastwirt Hermann Lang wird Vorstand, Oberlehrer Wilhelm Toboll übernimmt den Dirigentenstab.

 

1955 Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus - der Liederkranz feiert im nächsten Jahr sein 100 jähriges Jubiläum, man beschließt mehrheitlich, eine neue Vereinsfahne anzuschaffen.

 

1956 Paul Luithles Vorspann zum Festreport: "Als Einleitung zu diesem Bericht sei für die Nachwelt festgehalten, dass zum Gelingen des Festes der aktive Männerchor geschlossen mit Vorstand, Dirigent, Festausschuss und Festpräsident in kameradschaftlicher und aufopfernder Zusammenarbeit mit passiven Mitgliedern und der Einwohnerschaft von Ottmarsheim beigetragen haben."

 

1957 - 1962 Eine neue Generation wächst heran. Die Gründungsfahne und die Fahne zum 50 jährigen Jubiläum werden zur Aufbewahrung ins Silchermuseum nach Schnait gebracht.

 

1966 Ottmarsheim feiert sein 1200 jähriges Bestehen, der Liederkranz reiht sich in das Festgeschehen ein und blickt mit einem Sängerfest auf 110 Jahre zurück.

 

1971 Ottmarsheim wird nach Besigheim eingemeindet, doch die Vereine behalten ihre Selbständigkeit.

 

1972 Walter Gruber übernimmt von seinem Vorgänger Wilhelm Toboll, der zum Ehrendirigent ernannt wird, den Dirigentenstab.

 

1973 Der Verein schafft ein neues Klavier an. Die Idee eines urigen schwäbischen Zwiebel-und Äbierakuchenfestes wird in einer besonderen Sternstunde geboren und abgehalten.

 

1976 Fritz Brose übergibt nach 14 Jahren sein Vorstandsamt an Fritz Luithle.

 

1977 Eine Kassierära geht zu Ende: Adolf Hochstätter stellt nach 29 Jahren erfolgreicher Kassenführung sein Amt zur Verfügung.

Das Adventssingen zusammen mit dem Posaunenchor wird zum ersten Mal abgehalten.

 

1978 Auch Minister sind letztlich Menschen wie du und ich - während eines Ausfluges an den Tegernsee singt der Liederkranz dem Bundeslandwirtschaftsminister Josef Ertl ein Ständchen.

 

1979 Sängerkamerad Robert Zügel startet eine Werbekampagne und gewinnt für den Verein auch mehrere "Reig'schmeckte"

 

1980 Neben den Vorbereitungen für das  im Herbst stattfindende Stadtteilfest laufen bereits die ersten Planungen für das Jubiläumsjahr 1981.

 


1981 Jubiläumswochenende: 27.06. - 29.06.81: unser Verein, bestehend aus 34 Sängern, kann auf sein 125 jähriges Bestehen unter der Schirmherrschaft des damaligen Bürgermeisters Werner Grau zurückblicken. Aktive, Passive und zahlreiche Gäste konnten 3 Tage lang unterhaltsame, kulinarische und musikalische Leckerbissen genießen. Festakt, historischer Festzug, Kinderfest mit Michael Branik , ökumenischer Gottesdienst und traditionelles Freundschaftssingen finden allesamt im großen Festzelt an der Liebensteiner Straße statt.

Paul Luithle, der das Vereinsgeschehen in akribischer Genauigkeit 3o Jahre lang in Jahresberichten festgehalten hat, wird im Jubiläumsjahr aus unserer Mitte gerissen. Gleichsam als hätte er es geahnt, verlässt er als Letzter das Festgelände nach dem Zeltabbau.

 

Höhepunkte der letzten 25 Liederkranzjahre

 

1981 Im Rahmen der Chortage des Schillergaus findet in der Neckarhalle in Besigheim ein Konzert der Bezirksgruppe Besigheim statt.

Die Sänger beteiligen sich beim zünftigen Kellerfest der Landfrauen in Brixners Keller.

Am 3. Advent wird nach gründlicher Innenerneuerung und Restaurierung die St. Hippolyt-Kirche unter der Mitwirkung des Liederkranz wieder in Gebrauch genommen.

Im gleichen Jahr erfolgt der Eintrag des Liederkranz ins Vereinsregister.

 

1982 Nach 10 Jahren erhält Ottmarsheim das bei der Eingemeindung versprochene Geschenk: Die Bürgerhalle wird eingeweiht. Das angrenzende Vereinszimmer wird seit dieser Zeit von zahlreichen Ottmarsheimer Vereinen gern in Anspruch genommen.

Die Vereinswirtin Emma Lang feiert mit den Sängern bei Sang, Speis und Trank ihren 75. Geburtstag.

 

 

1983 Zwei gleichnamige Orte, der eine am schwäbischen Neckar, der andere auf der französischen Seite des Rheins, erleben mit dem Liederkranz unvergessliche Tage im Elsaß. Der sonntägliche Gottesdienst in der ehrwürdigen Quirinuskirche wird mitgestaltet.

Tief beeindruckt von dem riesigen Kirchenschiff des Straßburger Münsters wird von den Sängern das "Großer Gott" gesungen. Es wird still in dem von Touristen aus aller Welt durchwanderten gotischen Kirchenbau, und als das "Herr, wir preisen deine Stärke "in die Weite des über 8oo Jahre alten Gewölbes hineindringt und unüberhörbar weiter hallt, ist man bereit, sich der Erde anzuschließen, die sich "vor ihm neigt". Für den Abend haben die Gastgeber ein bestens organisiertes, ausgezeichnetes Festbankett vorbereitet, spätestens nach dem lukullischen Genuss wissen die Schwaben, was es heißt zu leben "wie Gott in Frankreich. Fritz Luithle toastet den Elsässern zu und wendet sich an die Anwesenden mit der ihm eigenen herzlichen und knitzen Art , dass es für die Zukunft besser sei, am Grenzfluss Rhein ein Fläschle Wein unter den Arm zu nehmen und miteinander ein Viertele zu trinken, als eine Gewehrmündung aufeinander zu richten.

 

1984 Unter großer Beteiligung der Einwohnerschaft wird der neue Dorfplatz eingeweiht. Das traditionelle Christbaumsingen findet nun auf dem von den Vereinen des Ortes neu gestalteten Ortszentrum statt. 

 

1985 Zum wiederholten Male feiern die Sänger auf Peter Frölichs Fuchslochwiese ihr Frühlingsfest. Lustig geht es zu bei Liedvorträgen und Wettspielen mit befreundeten Vereinen. Der Blick von oben auf den Flecken und die Dorfkirche ist einmalig.

Ottmarsheimer Fernseh-Nikoläuse: Der gelungene Fernsehauftritt am 6. Dezember im Programm des Süddeutschen Rundfunks ist die Bestätigung für den Liederkranz Ottmarsheim, dass dieser aus 40 Sängern bestehende Chor auf dem richtigen Weg in seiner Vereinsarbeit ist.

Bei einem Auftritt im Liebensteiner Schloß begibt sich Lolita in die Reihen der Sänger, um mit den Nikoläusen festliche Weihnachtslieder zu singen.

 

1986 Der Bäckermeister-Gesangverein Ludwigsburg veranstaltet mit dem Liederkranz Ottmarsheim in der in neuem Glanz erstrahlenden Musikhalle ein festliches Frühjahrskonzert.

Mit seinem Kirchenkonzert leistet der Liederkranz einen Beitrag zur Finanzierung der renovierten Orgel.Der Männerchor bietet mit Siegfried Liebl an der Orgel, einem Bläserquartett sowie dem Ottmarsheimer Posaunenchor ein ansprechendes Programm. Mit großer Eindringlichkeit singt der Chor die "Deutsche Messe" von F.Schubert. Das Bläserquartett Dr. Gert Wägerle, Fritz Richter, Kai Ruckhaberle und Richard Joos begleiten den Chor mit schöner Klangkraft und zutreffender Behutsamkeit. Der Höhepunkt des Kirchenkonzertes in der Dorfkirche ist J. Haydns "Die Himmel erzählen" aus der Schöpfung. "Der Männerchor kann durch machtvolle gesangliche Steigerungen die Schönheit dieser Komposition verdeutlichen. Werner Knoll fällt mit seiner prachtvollen Bassstimme den Zuhörern auf, Helmut Münz und Wolfgang Jensen überzeugen mit metallisch-klaren Stimmen." (Wesner)

Der Posaunenchor Ottmarsheim, geleitet von Walter Bäuerle, überzeugt bei Werken von Mendelssohn-Bartholdy und Margret Birkenfeld durch fein abgestimmte, kultivierte Tonbildung.

 

1987 Ausdauer beweisen die Sänger und ihre Gäste beim Ortsteilfest:Beginn:17.00Uhr,Ende im Morgengrauen..Die Aktiven kommen  als singende Förster auf die originell geschmückte Bühne, Gerold Ruess brachte mit der Karseer Trachtenkapelle ein besonderes Highlight in unseren Ort..

Als jüngster Sänger und Vizedirigent  tritt Matthias Gruber dem Verein bei.

Den Höhepunkt einer gelungenen Jahresfeier bildet ein vom Liederkranz-Mitglied Gerold Ruess geschriebener Sketch: Im Wartezimmer nehmen die Veranstalter das Leben im Flecken und damit auch sich selbst gehörig auf die Schippe. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, Ortsnamen und Begebenheiten sind darum nicht immer ganz zufällig.

 

 

1988 Anders als in heutiger Zeit war es 1988 kein Problem, die Bürgerhalle mit Zuhörern und Zuschauern zu füllen. Unter dem Motto "Berlin" bieten die Sänger den 5oo Besuchern ein beschwingtes Walter Kollo Potpourri .Das vereinseigene Theaterensemble unter der Regie von Wolfgang Adelhelm begibt sich auf große Berlinfahrt, wo sie in einem munteren Verwechslungsspiel von ihren Frauen, die ahnen, was ihre Männer vorhaben, ertappt werden. Schlusschöre mit den Sängern aus Bietigheim und Walheim runden den Abend ab.

 

 

1989 Liederkranz Ottmarsheim beteiligt sich an zwei Jubiläen: der Frohsinn Bietigheim feiert sein 125-der Liederkranz Walheim sein 150jähriges

Nach 12 Jahren gewissenhaft geführten Ehrenamtes legt Walter Veigel das schwere Geschäft des Kassiers nieder. Otto Röser wird sein Nachfolger.

 

 

1991 In diesem Jahr rücken die Sänger aus Bietigheim, Walheim und Ottmarsheim näher zusammen. Gilt es doch die geplante Reise nach Ontario, der Partnerregion von Baden-Württemberg organisatorisch und musikalisch  vorzubereiten.

Die Sänger ernten bei ihrer Frühjahrsfeier reichlich Applaus für das szenisch dargebotene "Weiße Rössl" und das von der  Theatergruppe gespielte Stück "D'Sau". Der Liederkranz, der seit jeher als reiner Männerchor auftritt, benötigt beim "Weißen Rössl" doch einige Frauen zur Verstärkung. Zwar halten sich die Damen beim Gesang zurück, doch was wäre das Leben in einem österreichischen Wirtshaus ohne ihre Grazien.

 

 

1992 steht ganz im Zeichen der Kanadareise, außerdem ist Walter Gruber seit 20 Jahren der musikalische Leiter des Vereins. Ob er sich mit dieser Reise wohl selbst ein Geschenk machen wollte?

Daß Träume nicht Schäume bleiben müssen, und Ideen, wenn sie gut sind und konsequent verfolgt werden, zum Ziele führen, das beweisen die Sänger Ende Mai: Nach einer sehr intensiven Phase der Vorbereitung geht der Chor Ende Mai in einem Jumbo-Jet der Air Canada auf Reisen in die Partnerregion Baden-Württembergs Ontario. Der damalige OB der Stadt Bietigheim und Landtagsabgeordneter Manfred List unterstützt unser Vorhaben mit wertvollen Tipps.

Ein kurzer Rückblick auf die wichtigsten Highlights dieser Erlebnisreise  sei im Rahmen dieser Festschrift erlaubt.

Es mußten 2 glückliche Wochen werden, denn schon in unserem ersten Hotel bei den Niagara Falls wird am Tag der Ankunft eine Hochzeit  gefeiert, die der Chor unter großem Jubel der Hochzeitsgesellschaft mit einigen Liedbeiträgen verschönt. Die Gage, wie könnte es anders sein, ein echter kanadischer Whiskey.

Musikalische Höhepunkte sind Konzerte in St. Catherines , Orillia, Brockville und  gemeinsame Veranstaltungen mit Chören in Kitchener und London.

"Gemeinsam geht's besser als gegeneinander". Als großartige Bestätigung dieser Binsenweisheit erweist sich am 3o.Mai das multikulturelle Sängerfest der ethnischen Chöre. Die internationale Note trägt ein Gastchor aus dem Schwabenland bei. Mit dem kräftigen Klange von über 6o Männerstimmen bringt der Gastchor Neckar-Enz unüberhörbar und außerordentlich wirkungsvoll  den internationalen musikalischen Akzent  in das multikulturelle Konzert ein. Ein Superempfang im Foyer des kombinierten Rathauses und Theaters von Nepean  regt die deutschen  Sänger zu etlichen musikalischen Zugaben an."(Kanada-Kurier)

Touristische Höhepunkte sind Weinproben in der Ontario Weinstrasse, , Bootsfahrt  mit der Maid of the Mist unterhalb der Niagarafälle, Erkundung der Muskoka-Seenplatte mit Wasserflugzeugen, Schiffsfahrt durch die 1000  Inseln des Lorenzstroms, Blick vom CN Tower auf Toronto usw.

Für einen reibungslosen Ablauf,  sehr gute Hotelunterkünfte, reichlich gedeckte Tische und fröhliche Stimmung sorgt unser kanadischer Betreuer Gerd Taudien: Hasta la vista! - Olé!!

 

1993 Traditionsgemäß beteiligt sich der Neckar-Enz-Chor am Winzerfest. Zusammen mit den Besigheimer, Walheimer und Bietigheimer Sängern  gibt sich der Chor dem Publikum angemessen international: Lieder in englischer und französischer Sprache werden vorgetragen.

Natürlich fehlt auch der Jahresausflug nicht im Vereinsprogramm: die Reise geht nach Thüringen -Jena und Suhl sind die Höhepunkte.  Der Rennsteig wird zusammen mit den dortigen Sängerfreunden nicht nur besungen sondern auch erwandert.

Gerold Ruess wird ganz unerwartet aus unserer Mitte gerissen. Der Liederkranz verliert einen gern gelesenen Vereinschronisten, Motivator, Rat- und unersetzlichen Ideengeber.

 

 

1994 Chorgesang auf hohem Niveau- anlässlich des 110 jährigen Bestehens des MGV Sängerbund Sulzfeld nimmt der NEC am Freundschaftssingen teil. "Die 8o Mann starke schwäbische Chorgemeinschaft hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck und kommt nicht ohne Zugabe von der Bühne."

Bürgermeister Bühler wird Vereinsmitglied. Die "Institution" Fritz Luithle erhält aus der Hand des Bürgermeisters die "Landesehrennadel des Landes Baden- Württemberg, Dirigent Walter Gruber die goldene Bürgermedaille der Stadt Besigheim.

Das Schriftführerprotokollbuch ist an der letzten Seite angelangt, wichtige Ereignisse des Vereinsgeschehens von 1931 bis 1994 sind darin festgehalten. Rolf Schneider erklärt sich spontan bereit, den nicht ganz billigen Nachfolgeband zu stiften.

 

 

1995 Gaupräsident Kurt Lorch würdigt die großen Verdienste der langjährigen Gauschriftführerin Erika Gänsbauer um den Schillergau.

"Ich bin stolz darauf, daß mir der NEC unter Walter Gruber ein  Geburtstagskonzert mit vielen Liedern gebracht hat."

Ende August begibt sich der Chor auf seine 2. Kanadareise - dieses Mal in den Westen. Doch zuvor konnten im Tonstudio Wägerle Tonträger mit "Beliebten Männerchören" aufgenommen werden.

"Go West:-Gesang, Kultur, Abenteuer",-eine Reise vom Pazifik über die Rocky Mountains nach Calgary begeistert wieder alle 125 Teilnehmer.

In Vancouver, eine Metropole in British Columbia, beginnt das touristische Programm: Stanley Park und die Capilano Hängebrücke sind äußerst beeindruckend. Vancouver Island ist das nächste Ziel. Mit der Fähre genießen die Sänger mit ihrem Anhang eine eineinhalbstündige Fahrt nach Victoria, der Hauptstadt von B.C. "Kapitän und Crew"  sorgen mit ihren Liedvorträgen an Deck für eine kurzweilige Überfahrt.

Über Penticton geht es in die kanadischen Rockies,  ein Naturerlebnis von besonderer Art. In Banff wagt man sich mit Helikoptern in, über und zwischen die majestätischen Bergriesen. In Edmonton ist die NEC-Reisegruppe im Fantasy Hotel untergebracht, das dem größten Einkaufszentrum der Welt mit 500.000 Quadratmetern angegliedert ist. Selbst mit müden Augen kommen die Reisenden nicht mehr aus dem Staunen heraus.

Eine Stadtrundfahrt, geleitet vom Präsidenten der Liedertafel Edmonton, findet ihren musikalischen Abschluß im Regierungsgebäude der Provinz Alberta - ein Genuss für Auge und Ohr.

Calgary ist die letzte Station der von Gert Taudien hervorragend organisierten Reise, der Abend in der Western Sattelbar Ranchman ist sicherlich allen noch in guter Erinnerung.

Bei sehr gut besuchten Konzerten in Kirchen, Sälen und Vereinsheimen können die Schwabensänger ihre zahlreichen Zuhörer immer wieder begeistern.

 

1996 Chorleiter Gruber wird seit 30 Jahren als aktiver Sänger geführt und von seinen Sängern geehrt: mit einem Abendessen werden er und seine Frau im Hotel Monrepos verwöhnt, außerdem gibt es Karten für das Open Air Konzert mit José Carreras.

Die Theatergruppe der Veteranenfreunde beteiligt sich bei der Jahresfeier mit "Toni und seinen drei Frauen."

Helmut Münz als Tenor und Susanne Wendel als Altistin, sowie ein Streicherensemble verleihen der Jahresfeier eine besondere Note.

Fritz Luithle hat den Verein 20 Jahre lang  mit viel Engagement, Freude und Einsatzbereitschaft erfolgreich geführt und den Kurs seines Vorgängers Fritz Brose konsequent weiterverfolgt. Er meint, dass ein Generationswechsel fällig sei. Jürgen Bäuerle wird einstimmig als sein Nachfolger gewählt.

Die Versammlung ernennt Fritz Luithle zum Ehrenvorsitzenden.

Das Stadtteilfest im September ist Anlass genug, sich der Eingemeindung nach Besigheim  vor exakt 25 Jahren zu erinnern und dies gebührend zu feiern..

 

 

1997 Chorleiter Walter Gruber kann auf 25 Jahre Dirigententätigkeit zurückblicken.

Als Glücksbringer für die nächsten 25 Jahre erhält der Chorleiter ein Ferkel, das Ehrenvorstand Luithle so lange füttert, bis es schlachtreif ist. Jürgen Bäuerle bereitet den Sängern mit ihren Frauen einen rustikalen Festschmaus in seiner Werkstatt.

 

1998 Der Verein hat Vorstandsprobleme: Jürgen Bäuerle steht als Vorstand nicht mehr zur Verfügung. Der Generalversammlung gelingt es nicht , einen Nachfolger zu finden.

Mit würdigem Trauergesang nehmen die Sänger Abschied von ihrem langjährigen und hoch geschätzten Chorleiter Wilhelm Toboll. Seine gütige Art und sein musikalisches Schaffen haben tiefe Spuren im Vereinswesen hinterlassen. Ihm gebührt unser aller Dank.

Des einen Freud, des andern Leid: Der von Matthias Gruber geleitete BASF-Chor ist nicht mehr singfähig. Aber sechs Sänger dieses Chores treten in den Liederkranz als Aktive ein.  Vier von ihnen zählen im Jubiläumsjahr zu den treuesten Mitgliedern.

Der Chor beteiligt sich am von Manfred und Gertrude Götz initiierten und organisierten Benefizkonzert zugunsten des Kinderkrankenhauses Gomel(Tschernobyl).

Unter dem Motto "Küche, Keller, Kultur" reist der NEC nach Burgund. Familie Dorard hat den Aufenthalt in dieser herrlichen Region bis ins Detail mit vorbereitet. Ein besonderer Höhepunkt ist das Konzert im  größten Zisterzienserkloster Frankreichs - Pontigny. Dem sehr gut besuchten Konzert schließt sich ein Ständerling auf dem Klostervorplatz an.

Mit den Bussen fährt man in den Champagnerkeller  Caves de Bailly ein, beim Verkosten der Crements macht sich bald fröhliche Stimmung  bei Sängern, ihren Anhängern und allen Besuchern der Kellerei breit.

Dirigent Walter Gruber feiert mit all seinen NEC-Sängern in der Bürgerhalle seinen 60. Geburtstag. Bürgermeister Bühler überreicht ihm die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, der Verein überrascht ihn mit einer Reise zu den Festspielen in Verona - Carmen mit José Carreras.

 

1999 Die Generalversammlung beschert dem Verein eine fast komplette neue Vorstandschaft: Walter Ziegler wird 1. Vorsitzender, Horst Geisler  stellvertretender 2. Vorstand, Matthias Gruber  Schriftführer.

Der Chor beteiligt sich beim 15ojährigen Jubiläum des Schwäbischen Sängerbundes in Ulm.

Bei zukünftigen festlichen Anlässen wird eine eigene Ottmarsheimer Fahne gehisst. Helmut Müller , der Initiator, freut sich über die Spendenfreudigkeit der Bürger. Der Liederkranz umrahmt die von Steffen Bühler vorgenommene Fahnenweihe.

Die Kinder des städtischen Kindergartencontainers "Sonnenschein" ziehen in ihr neu erbautes Heim ein. Der Liederkranz übernimmt den frei gewordenen Container als  Lager-und Ausweichraum für Übungsabende.

 

2000 Es gibt vielerlei Anlässe, bei denen der Liederkranz sich aktiv beteiligt. Im Wechsel mit der Chorvereinigung Besigheim z.B. umrahmt der Männergesangverein die jährlichen Blumenschmuckabende der Stadt.

Im zweijährigen Rhythmus  mit dem Posaunenchor werden die Gedächtnisfeiern vor dem Kriegerdenkmal umrahmt.

 

2001Schon seit je her ist der Liederkranz mit der evangelischen Kirche eng verbunden. Bis auf den letzten Platz ist die kleine Dorfkirche belegt, als der Liederkranz ein Konzert mit Solisten und Streichern veranstaltet, dessen Programm die gesanglichen Fähigkeiten des Jungen Chores Walheim und des Liederkranzes zeigte.

"Besinnlich-festlich-fröhlich" - dies ist das Motto der diesjährigen Weihnachtsfeier. Der befreundete Liederkranz Pfaffenhofen präsentiert sich mit gekonnt vorgetragenen Operettenliedern und Westernsongs.

Die Jungen des Vereins wünschen sich schon lange ein Ottmarsheimer Weindorf. Dem verschließen sich die Alten nicht. Im August findet das 1. Weindorf auf dem Dorfplatz statt. Weine von vorzüglicher Qualität aus 8 benachbarten Weingärtnergenossenschaften werden kredenzt. Liederkranz und Gasthaus Rose  bieten kulinarische und musikalische Genüsse zur Genüge. Die Sänger präsentieren sich in ihrem neuen Outfit , dem Weindorf-T-Shirt, die Hobbyorgler greifen in die Tasten, Cherry Red bietet bis spät in die Nacht alte Hits, Erichs Dorfmusik heizt den Besuchern so richtig ein.

Nach dem Abbau am Montagabend findet das Fest in gelöster und zufriedener Stimmung seinen Abschluss: schließlich müssen  die im Brunnen gekühlten 102 mehr oder weniger noch vollen Flaschen geleert werden.

 

2002 Dem allgemeinen Trend, alles etwas teurer werden zu lassen, folgt die Hauptversammlung nicht: der Beitrag wird leicht gesenkt.

 

2003 Der Bäckermeisterverein Ludwigsburg , oft unterstützt von den Ottmarsheimer Sängern  ist in die Jahre gekommen und hört auf zu singen. Der Liederkranz profitiert wieder einmal von dieser unschönen Zeiterscheinung und kann 4 neue Bäckersänger begrüßen.

Im Rahmen der Jahresfeier des Liederkranz werden zahlreiche Aktive und Passive geehrt, ein abwechslungsreiches Programm wird geboten.

Der Vorstand hat immer wieder pfiffige Ideen: Dieses Jahr werden am Nikolaustag alle Sängerfrauen und die Frauen verstorbener Sänger zu einem adventlichen Nachmittag eingeladen, unterhalten und bewirtet.

 

2004 In diesem Jahr gilt es, einige herausragende musikalische Aufgaben zu erfüllen. Aus diesem Grunde entschließt man sich zu Beginn des Jahres, mit Frau Gisela Reichherzer ein Stimmbildungswochenende durchzuführen. Mit bayrischem Schwung, großem Einfühlungsvermögen und viel Sachverstand versteht sie es, die die Sänger zu begeistern und von der Notwendigkeit einer solchen  Veranstaltung zu überzeugen.

So hat man nun ein gutes Rüstzeug für die Bewältigung der drei  vor uns liegenden ganz unterschiedlichen Ereignisse.

Der Liederkranz beteiligt sich am 140jährigen Jubiläum des Frohsinn Bietigheim. Der Bogen spannt sich vom "Lied an die Freude" bis zu den "Südlichen Nächten".

Im Mai geht der Chor auf seine "Berge-Seen-Kultur-Reise" nach Norditalien. Es soll eine touristische und musikalische Superreise werden, so versprechen es die beiden Hauptorganisatoren Klaus Herbst und der Chorleiter.

Gleich am ersten Abend in Garda treffen die Sänger mit einem ortsansässigen professionellen Chor zusammen. Es ist als kenne man sich schon seit ewiger Zeit. Im Wechsel singen Italiener und Schwaben, zum Schluß den Gefangenenchor zusammen -gleichzeitig auf italienisch und deutsch.

Es wird plötzlich mäuschenstill im Rund der Arena zu Verona,  als der  Chor seine Stimmen erhebt. In Venedig genießen die Globetrotter einfach die Sonne bei Pasta, Pizza und Cappuccino. In der Kirche zu Bardolino gestaltet der Chor eine Messe mit . In den heiligen Hallen des Mailänder Domes wird dem Chor ein offenes Singen gestattet.

Stehende Ovationen gibt es bei dem Konzert in Intra  zusammen mit dem Coro Lago Maggiore.

Weinbau und Musik vereinigen sich schließlich auf einem Weingut in Pozzolengo - eine Art Besen - als "Weinparadies "und "Aus der Traube in die Tonne" den dortigen Gewächsen schwäbisches Flair verleihen.

Wir verlassen Italien und fahren über Brig mit dem legendären Glacier Express nach Zermatt, wo sich das Matterhorn in vollster Schönheit majestätisch präsentiert.

Im November wird die neue Abfüllanlage der Felsengartenkellerei Besigheim in Betrieb genommen, der Chor übernimmt den musikalischen Part.

 

Liederkranz Ottmarsheim, Frohsinn Bietigheim und Liederkranz Walheim gefallen in der sehr gut besuchten Alten Kelter in Besigheim. Singen für einen guten Zweck ist schon immer ein wichtiges Motto der Singgemeinschaft. Mit einem vielfältigen und überzeugenden Programm erfreut der NEC sein Publikum. Der gesamte Erlös aus dem Kartenverkauf  -3310.- Euro -kommt dem Förderkreis für Behinderte in Besigheim und Umgebung sowie der Bietigheimer Aktion "Menschen in Not" zugute. Zwischen den Chorsätzen erfreuen Volker Nestrasil und Uli Keller als Solisten und  Gudrun Riethmüller am Klavier  die Zuhörer. Mit vielen kleinen Anekdoten und Erklärungen moderiert Fritz Wittlinger meisterhaft die musikalischen Darbietungen. Die Thomas Schmitz Formation begleitet  professionell die moderneren Chorsätze  Der kurzweilige Abend endet mit "Doswidanja", doch die Sänger versprechen "Wir komm'n bald wieder".

Werner Grimm wird mit nur einer Stimmenthaltung zum 2. Vorsitzenden des Vereins gewählt, schließlich hat er sich schon als Ausschußmitglied große Sporen verdient.

Am 06.04.04 trifft sich die Projektgruppe "Jubiläum 2006" zum ersten Mal. Rainer Tietke erklärt sich bereit, den Festausschuß als Moderator und Power-Point -Präsentator zu begleiten.

Der überdachte Vorplatz zwischen Sportplatz und Sportheim in der Ilsfelder Strasse ist nicht mehr zeitgemäß und TÜV-gerecht. Die Stadt stellt das Material zur Verfügung, der Liederkranz übernimmt unter großem Arbeitseinsatz den Wiederaufbau - Vereine und Firmen der Stadt sowie die beliebte Stadtranderholung  können das Freizeitgelände wieder nutzen.

 

2005 Der Liederkranz beteiligt sich beim Benefizkonzert zugunsten der Flutopfer in Südostasien in der Bietigheimer Laurentiuskirche. Schirmherr OB Kessing und die teilnehmenden Vereine sammeln 3500 Euro für den guten Zweck.

Den Tag des Liedes des Gesangvereins Eintracht Gemmrigheim verbindet der Liederkranz mit einer Wanderung.

Die Sänger beteiligen sich am 15o-jährigen Jubiläum des Liederkranz Sersheim.

Auch dieses Jahr haben die Viertelesschlotzer die Qual der Wahl: beim Ottmarsheimer Weindorf werden edle Tropfen aus sieben Kellereien angeboten. Trotz schlechten Wetters werden viele Gäste aus Nah und Fern auf den Dorfplatz gelockt. Der stellvertretende Bürgermeister Dr. Rainer Boldt eröffnet das Bacchusfest.

Die vorbereitenden Workshops  des Festausschusses verdichten sich.

Bei einem gut besuchten Theaterabend mit Alois Gscheidle werden Ehrenvorstand Fritz Brose  für 6o- und Willi Spieth für 50-jährige aktive Sängertätigkeit geehrt.

Wie es sich für einen rechten Vorstand geziemt, feiert Walter Ziegler mit all seinen Sängern  in zünftiger Manier seinen 50. Geburtstag.

Erfreulicherweise können zwei neue  junge Sänger in den Verein aufgenommen werden - der Altersschnitt wird durch den 18jährigen Valentin Roden und den 35-jährigen Bernd Luithle beträchtlich gesenkt.

Jüngstes  Mitglied des Liederkranz wird der einjährige Enkel des Chorleiters

 

2006 steht ganz im Zeichen des 150 jährigen Jubiläums. Die Sänger werden in der Hauptversammlung  im Januar von Vorstand und Dirigent auf das Festwochenende eingestimmt - beide wünschen sich Ausdauer, Einsatz, Durchhaltevermögen und harmonisches Zusammenwirken in der Zeit der letzten Vorbereitungsmonate. Bei den Vorbereitungen wurde keine Mühe gescheut, um unseren Festgästen nur Bestes zu bieten, getreu dem Motto auf der Vereinsfahne:

Bin ich von der Arbeit müde,

bleibt noch Kraft  zu einem Liede

2016 steht ganz im Zeichen des 1250 jährigen Jubiläums der Gemeinde Ottmarsheim. Beim Festakt in der Bürgerhalle im Januar wurde auch das 160 jährige Jubiläum des Gesangvereines gefeiert.